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KATRIN BONGARD

PLAYING

Band 1 der Playing-Serie
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Seiten
ISBN
3,99 €
9,99 €
246
978-3-946494-09-6
New Adult, All Age, Liebe

*Kunst, Musik und Liebe*

Nach einer schmerzhaften Trennung von ihrem Mentor und Kunstlehrer will Kate sich nur noch auf ihre Bewerbung an der Kunstakademie konzentieren. Auf Wohnungssuche landet sie in dem Loft einer Boyband. Vielleicht nicht der beste Ort, um über eine Trennung wegzukommen?
Doch die Jungs erweisen sich alle als freundlich, professionell und sehr hilfreich. Und Jungs sind sie eigentlich auch nicht mehr, im Gegenteil, sie sind erwachsen und cool, auch wenn sie gerne Spaß haben. Besonders mit dem Bandleader Ansgar verbindet Kate eine Menge. Nicht nur die Liebe zur Kunst, auch ein tieferes Verständnis für Musik und den Wunsch, als Künstlerin ernstgenommen zu werden.
Zu dumm, dass sie bei ihrem Einzug einen Vertrag unterschrieben hat, der eine enge Beziehung zu den Musikern verbietet. Aber Kate war noch nie sehr gut darin, sich an Regeln zu halten …

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Playing

Eins

Ich mag die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr. Eigentlich. Zwischen den Festen, zwischen den Jahren, eine Zeit, in der man sich neu erfinden kann, weil das Alte vorbei ist und das Neue noch nicht angefangen hat. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Was ist, wenn man nicht den Mut hat, das Alte zu verlassen und das Neue nie erreicht? Kann man in diesem Vakuum, dieser Nichtzeit steckenbleiben?
  Von unserem Platz im Café kann ich direkt auf die Kunsthochschule blicken. Auf der anderen Seite der leicht verschneiten Straße wirkt sie unerreichbar, eine andere Welt. Warum will ich da überhaupt hin?
  Mila kaut auf ihrer Unterlippe, das macht sie immer, wenn sie aufgeregt ist, erregt, aufgebracht. Ich weiß, sie will mir helfen, mich verteidigen. Die dunkle Wolke wegwedeln, die über mir hängt. Dabei habe ich ihr noch nicht einmal alles erzählt.
  Die Schneeflocken treiben waagerecht am Fenster vorbei. Jede ist anders, jeder Mensch ist anders. Manchmal kommt es mir vor, als würde ich mich gar nicht richtig kennen, als wäre jetzt die Zeit, in der ich mich kennenlernen muss. Ich sehe zu Mila.
  »Ich will nicht mehr darüber reden.«
  Können wir nicht einfach über etwas anderes sprechen, wie früher? Über unsere verrückten Geschwister, den Tannenbaum, den meine Brüder erst in letzter Minute holen und der fast immer einen massiven Wachstumsfehler hat. Und den ich trotzdem liebe, vielleicht gerade wegen dieses Fehlers. Bei uns wird er wertgeschätzt, perfekt ist langweilig, perfekt gibt es nicht, nur bei künstlichen Bäumen.
  Mila wischt meine Bemerkung und alle Gedanken mit einer schnellen Handbewegung weg.
  »Was hat er sich denn gedacht? Dass du bei ihm einziehst und glücklich bist, wenn du ihm den Abwasch machen darfst?« Sie wedelt vor meinem Gesicht herum.
  »Kate?«
  Nein, so war es nicht, möchte ich sagen, aber wenn ich die Sache mit ihren Augen betrachte, dann stimmt es. Ich hätte nicht sofort bei Eric einziehen dürfen. Aber die Zeit damals, vor über einem Jahr, war schwierig für mich, ich war verwirrt, verloren, unsicher.
  »Er hat dich nie respektiert!«
  Okay, Milas Lieblingsthema. Männer und Frauen. Oder nur Frauen. Mila ist überzeugte Feministin, ihr Magisterthema stand schon vor dem Studium fest: Irgendetwas über die frühe Frauenbewegung.
  »Ich habe dich gewarnt.«
  Ja, stimmt. Künstler sind Egoisten, hat Mila gesagt. Aber ich bin auch Künstlerin, also dachte ich …
  »Er wollte dich nur als Muse.«
  Sie sagt es, also ob es etwas Schlechtes wäre. Jemand anderen zu inspirieren, das Beste ihn ihm zum Vorschein zu bringen … aber dann - war es genau umgekehrt.
  »Glaub mir, ich war keine Muse.« Ich atme tief durch. »Und ich will nicht mehr darüber reden. Nie mehr.«
  Ich möchte, dass es wie früher ist. Dass wir zusammen über die peinlichen Erlebnisse im alten Jahr lachen, neue Vorsätze fassen. In die Zukunft sehen. Positiv.
  »Ich rate dir …«
  »Nein«, sage ich. »Jetzt nicht. Ich brauch noch etwas Zeit.«

All die Jahre, die wir zusammen zur Schule gegangen sind, hatte Mila immer die guten Ratschläge, den besseren Überblick, die klarere Vision. Sie hat mir Ratschläge erteilt und Ordnung in meine Gefühle gebracht. Doch langsam muss ich anfangen, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen.
  Ich sehe in das leichte Schneetreiben. Vor Weihnachten habe ich auf Schnee gewartet, jetzt ist er eine zusätzliche Komplikation. Keine Winterreifen.
  »Hör mal, Kate, du hast alles richtig gemacht.« Milas Stimme wird sanft. »Du musstest da weg.«
  Sie sieht mich an. Starrt. Reißt plötzlich die Augen auf.
  »Was?«
  »Ich hab eine Idee. Du kannst bei den Jungs einziehen. In das Loft!«
  Hey, warum nicht mal etwas Ungewöhnliches tun. Zieh in die WG einer sehr bekannten Boygroup?
  »Auf keinen Fall.«
  »Das passt zu dir.«
  Ja, okay, stimmt. Ich bin Kandidatin für verrückte, abgedrehte, revolutionäre Aktionen. Doch so geht es nicht weiter. Ich bin obdachlos. Alles, was ich habe, befindet sich in meinem alten VW-Bus. Ich brauche keine weiteren Schwierigkeiten.
  Mila beugt sich vor, ihre Augen leuchten.
  »Warum nicht?«
  »Weil du mir dieses Loft so angepriesen hast?«
  »Ich meine grundsätzlich. Natürlich nicht sofort. Jetzt kommst du erstmal zu mir. Solange du willst. Kein Problem.«
  Ich sehe sie an, Augenbrauen hochgezogen, aber nur so leicht, dass es nicht kritisch wirkt. Höchstens etwas skeptisch. Kein Problem? Sie hat mir gerade erst strahlend verkündet, dass Simon bei ihr einzieht. In eine Zwei-Zimmerwohnung.
  Mila legt ihre Hand auf meinen Unterarm. »Wir wollten doch immer schon mal zusammenwohnen …«
  Richtig. Seit der siebten Klasse, seit wir beste Freundinnen sind, seit wir herausgefunden haben, dass wir uns perfekt ergänzen. Mila, die ihr Leben fest im Griff hat, während es für mich eher eine große Party ist, auf der man sich bis in die Morgenstunden amüsieren sollte.
  Silvester … noch drei Tage, dann beginnt ein neues Jahr. Das ich mir anders vorgestellt habe.
  »Nein, Unsinn. Simon und du, ihr seid jetzt zusammen. Und ich will nicht wie die durchgeknallte Freundin bei euch auf der Couch liegen und heulen, weil es bei mir gerade nicht so gut läuft.«
  Was eine Untertreibung ist. Nicht so gut läuft. Sehr witzig. Mein Leben ist Treibsand, alles zerrinnt, alles geht kaputt, verrostet wie der Boden meines alten VW-Bus. Nur hier kann ich keine Gummimatte drüber legen, sondern muss mich damit auseinandersetzen.
  Mila legt den Kopf schief, ihr Blick wird weich.
  »Es wird schon wieder besser. Du hast einfach nur …«
  Sie reicht mir ein zerknülltes Tempo und richtet sich auf. »Natürlich kommst du zu mir. Zu uns. Fürs erste. Aber ich meine es ernst: Du musst in die WG einziehen. Das sind alles Künstler wie du. Lern sie doch erst einmal kennen. Jetzt, wo Simon auszieht, steht sein Bereich frei. Es ist die perfekte Lösung. Was spricht dagegen, Kate?«
  »Boyband? Trinkgelage? Halbnackte Groupies! Ständig Musik auf Loft-Lautstärke … ist das nicht der Grund, warum du wolltest, dass Simon dort auszieht?«
  Mila fährt hoch. »Nein, falsch! Es ist der Grund, warum Simon dort ausziehen wollte. Ich habe ihm das nicht eingeredet.«
  Mila sagt es so empört, dass ich grinsen muss.
  »Klar! Du hast es geschafft, dass Simon innerhalb von zwei Monaten dort ausziehen wollte. Well done.«
  Sie boxt mir gegen die Schulter.
  Der Barmann, der hinter dem Tresen Wassergläser poliert, sieht überrascht auf. Seine einzigen Gäste werden sich doch nicht in seinem Designer-Café schlagen?
  Mila dreht sich zu dem Barmann, ihr charmantes Lächeln, eine leichte Handbewegung, die bei ihr nie überheblich wirkt.
  »Können wir noch zwei Cappuccini haben?«
  Er nickt zurück, stellt sofort das Glas ab.
  Kurz überdröhnt die Kaffeemaschine die ruhige Jazzmusik. Musik, die mich an meinen Vater erinnert. Cool Jazz, wie ihn Lennie Tristano in den 50ern gespielt hat. Lennie, der mit zehn vollkommen blind war und trotzdem eine grandiose Karriere als Jazzmusiker hingelegt hat. Wie hat er das gemacht? Und ich renne sehend in mein Unglück.
  Ich denke daran, dass ich noch die Wahl habe, es ja nicht unbedingt Kunst sein muss. Was ist mit Musik? Die habe ich praktisch mit der Muttermilch aufgesogen.
  »Gehst du nächste Woche zur Chorprobe?«, frage ich.
  Sie blickt irritiert auf.
  »Du?«
  »Weiß nicht.«
  Ich liebe den Chor, aber seit wir das Abi haben, ist alles anders. Seitdem fragt mich jeder. Was planst du? Was willst du machen? Was willst du studieren? Wie geht das Leben weiter? Für Mila ist es einfach, darauf zu antworten. Sie studiert, hat seit kurzem ihre eigene Wohnung. Alles läuft nach Plan. Sie weiß, was sie will. Aber ich - weiß es nicht. Oder doch: Ich weiß es. Ich weiß nur nicht, ob es auch klappt.
  Der Barmann kommt und stellt unsere Cappuccini auf den Tisch. Nein, er stellt sie nicht hin, er kredenzt sie, ein sanfter Schwung über der Tischplatte. »Bitte sehr!«
  Mila und ihr umwerfendes Lachen, ich schaffe noch nicht mal ein müdes Grinsen.
  »Danke«, sage ich und höre wie trocken und hart es klingt.
  »Gerne«, sagt der Typ und sieht dabei nur Mila an. Ich bin offensichtlich schon unsichtbar geworden.
  »Chorprobe … hm«, sagt Mila in einem Ton, als ob sie sich nicht mehr erinnern könnte, was das überhaupt ist. Sie nippt an ihrem Kaffee, sieht dann auf.
  »Wollen wir aufhören?«
  Ich hätte nicht gedacht, dass sie ernsthaft darüber nachdenkt. Mit ihr habe ich alle Proben während der Schulzeit geschafft, sogar während der Prüfungszeit und jetzt geht es nicht mehr? Weil unser Leben zu – was geworden ist? Turbulent? Neu? Aufregend? Verplant?
  »Die rechnen mit uns, oder?«, sagt Mila, die es genau weiß. Sie ist die Stütze des Alts, ich soll einen Solopart im Sopran bekommen. Ist diese Zeit vorbei? Die Proben und Auftritte, die Auftritte an Weihnachten, Silvester, Ostern, und an unzähligen anderen Kirchenfeiertagen. Die Chorreisen.
  »Wir könnten nach der Chorreise aussteigen«, sage ich unsicher, ob ich wirklich aufhören möchte. Ich liebe es, im Chor zu singen. Im Frühjahr wollen wir nach Schweden reisen, da wollte ich schon immer mal hin.
  Und genau in dem Moment fällt es mir ein: Ich habe noch Sachen bei Eric stehengelassen. Meine Noten, meine Chor-CDs und eine große Mappe mit Zeichnungen. Verdammt.
  »Ich muss vielleicht nochmal zu Eric ins Atelier …«
  Mila schnellt herum.
  »Auf keinen Fall.«
  »Meine Zeichnungen …«
  »Dann komme ich mit!«
  Ich winke ab. »Das geht schon.«
  »Nein, Kate, das geht nicht. Du gehst da nicht allein hin.«
  »Ja, okay …«
  Milas Handywecker summt leise, sie blickt schuldbewusst auf.
  »Ich muss los, noch ein paar Bücher fürs Studium besorgen. Wir treffen uns dann bei mir, okay? Simon will kochen. Heute Abend, so gegen acht. Versprochen?«
  Sie zieht ihren Schlüsselbund aus der Tasche, löst Haus- und Wohnungstürschlüssel vom Bund.
  »Fahr gleich zu mir, geh duschen, entspann dich.«
  »Danke.«

Auf dem Weg durch den leichten Schneeregen zu meinem Bus weine ich. Vermutlich, weil es auf diese Weise niemand richtig mitbekommt, noch nicht einmal ich selbst, weil das auch alles Schneeflocken sein könnten, die auf meinem Gesicht zerfließen.
  Auf dem Bus liegt eine kleine Schneeschicht, die Windschutzscheibe ist mit Kristallen überzogen. Mein Bus ist seit zwei Tagen meine Zuflucht, die letzte Nacht habe ich sogar darin geschlafen. Mein safe place. Er hat eine Standheizung, die allerdings eher für kühle Sommernächte im Süden gedacht ist, als für Nächte unter Null. Keine echte Alternative zu einem richtigen Bett und einer warmen Wohnung. Wenn ich nicht zu stolz wäre, könnte ich zu meiner Mutter ziehen. Nein unmöglich. Meine Situation ist zu Hundertprozent selbstverschuldet und ich bekomme sie ohne sie wieder in den Griff.
  Ich wische mit einem Ärmel meiner Jacke erst über mein Gesicht, dann über die Windschutzscheibe und steige ein.
  Hinten im Wohnbereich des Busses stapeln sich Kisten und Kartons, die ich in meiner Wut und Hektik so schlecht eingepackt habe, dass der Raum komplett verstellt ist. Die Staffelei liegt langbeinig über den Kisten, es riecht nach Ölfarbe und Terpentin. Ich frage mich, ob meine Temperafarben einfrieren, ob mir auch das noch genommen wird. Meine Farben, die Kunst. Vielleicht muss ich alles aufgeben, so ist das bei einem Neuanfang. Wie bei dem Untergang eines Schiffes klammere ich mich an das herumschwimmende Treibholz, die Wrackteile, hoffe zu überleben, denn einen Platz im Rettungsboot habe ich nicht mehr bekommen. Genauso fühlt es sich an.

Von Charlottenburg bis Schöneberg ist es nicht weit., aber der sanfte Schneefall hat sich in einen kleinen Schneesturm verwandelt und auf einmal kriechen alle Autos. Die normale Heizung des Busses ist kaputt, ich überlege, ob ich die Standheizung anstellen muss, aber eigentlich stehe ich auch nicht richtig. Ich muss die Heizung reparieren lassen, was ich mir eigentlich nicht leisten kann. Eric meinte, ich sollte den Bus verkaufen. Er versteht mich nicht, er hat mich nie verstanden. Der Bus ist das einzige echte Erbstück meines Vaters und daher heilig. Sein ganz persönliches Geschenk an mich, mit einer Botschaft.

   Liebe Kate,
  der ist für dich. Weil man im Leben nicht nur vernünftige Entscheidungen treffen soll.
  Papa

Got it. Ich streiche sanft über das Armaturenbrett, mein Bus, mein treuer Begleiter. Mein Vater hat ihn 1982 gekauft, seinen Job hingeschmissen und ist dann damit acht Wochen durch Europa getourt. Manchmal muss man ausbrechen. Alles hinter sich lassen.
  Ich bremse und stehe, nichts läuft mehr. Shit happens. Gerade ständig. Ich sitze in meiner Winterjacke und mit Handschuhen hinter dem Steuer, von meinem Atem beschlägt die Scheibe. Irgendwo da draußen hat jemand Musik aufgedreht. Sie kommt aus dem besprayten Lieferbus neben mir, ein Typ mit Bart rockt zu einem Song ab. Dass wir im Stau stehen, scheint ihn überhaupt nicht zu stören. Auf einmal muss ich grinsen, denn er hat recht: Wieso lasse ich mich von jeder Kleinigkeit fertigmachen? Wieso verhalte ich mich wie die Protagonisten in der Pilotfolge einer schlechten Serie? Kate, die nach der kopflosen Trennung von ihrem Freund, ihr Leben wieder auf die Reihe bekommen muss. Wird sie in einem VW-Bus sterben? Die Hände am Steuerrad festgefroren, den Blick starr aus einer beschlagenen Windschutzscheibe gerichtet? Auf Hilfe hoffend? Oder wird sie von einem Prinzen in einem weißen Hubschrauber, denn Pferde oder Autos reichen gerade nicht mehr aus, gerettet werden? Wohl eher nicht. Es ist absurd. Idiotisch.
  Ich drehe das Radio auf und erwische den Song, den der Typ neben mir hört. Ist der nicht von Simons Band? Und obwohl ich diese Art von Songs eigentlich hasse, wippe ich mit und langsam, sehr langsam strömt wieder Wärme in meine Finger.

Zwei

Als ich in Milas Straße ankomme, bin ich komplett durchgefroren. Ich finde einen Parkplatz in der Nähe, werfe mit steifen Fingern den Rest meines Kleingeldes in einen Parkautomaten und sehe auf das Ergebnis. Zwei Stunden. Für die restliche Zeit muss ich Glück haben, was gerade nicht sehr wahrscheinlich ist.
  Das Mietshaus ist schön, es hat Stuck an der Fassade und Balkone, die nach vorne herausgehen. Hier hätte ich wohnen können, aber ich habe mich damals gegen Mila und für Eric entschieden und jetzt ist es zu spät. Notiz an mich selbst: Entscheide dich im Zweifelsfall immer für deine beste Freundin. Nie für den Typen.

Ich brauche einen Moment, bevor ich den Schlüssel ins Schloss der Haustür bekomme, ab jetzt stehe ich tief in Milas Schuld, aber eine andere Option sehe ich gerade nicht. Zweiter Stock. Im Hausflur riecht es nach Sauerkraut und Weihrauch, eine verrückte Mischung.
  Vor der Wohnungstür zögere ich. Ich war erst zweimal in Milas Wohnung. Bei der Wohnungseinweihung vor einem Jahr und Anfang Dezember, als ich eine Nacht bei ihr auf der Couch geschlafen habe. Da ging es los.
  Beim Aufschließen stößt die Eingangstür an einen Stapel. Umzugskisten. Neben den Kisten stehen zwei große blaue Säcke und ich verstehe: Simons Sachen.
  Der Flur ist lang und schmal, beide Zimmer liegen zur Straßenseite, die Küche geht auf den Hinterhof, am Ende des Flures gibt es ein kleines Bad. Ich gehe in den Wohnraum und stelle unsicher meine Tasche ab.
  Auf der Couch, auf der ich übernachten könnte, liegen zwei E-Gitarren. Simons Heiligtümer. Meine Zuversicht schwindet, es war ein Fehler herzukommen, was habe ich mir dabei gedacht?


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KATRIN BONGARD

PLAYING MORE

Band 2  der Playing-Serie

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978-3-946494-20-1
New Adult – All Age – Liebe – Kunst – Musik

Music was my first love

Fortsetzung von Playing. Ansgar und Sören verschwinden nach New York, denn es gibt ein Geheimnis, das Ansgar der Band gegenüber noch nie gelüftet hat und nach der Auflösung seines Bandvertrages sofort auffliegen wird. Dem will er mit einem Pressecoup zuvorkommen …
Kaum ist Ansgar verschwunden, wird Kate klar, dass nicht nur Ansgar über ein paar wichtige Dinge geschwiegen hat, sondern auch die Band. Klar, ist sie wütend, verletzt und betroffen. Und wie immer reagiert sie spontan …
Als Ansgar zurückkehrt, weiß er, was er will. Eine Aussprache mit Kate steht ganz oben auf seiner Liste, aber in seiner Abwesenheit ist eine Menge passiert. Kate hat nicht passiv auf ihn gewartet – Life goes on – aber was, wenn die Gefühle alle noch da sind?
Kates Auftritt mit der Band hat sie ins Lampenlicht gerückt. Eigentlich will sie Kunst studieren und wartet auf eine Rückmeldung von der Kunsthochschule, doch ihr Gesangtalent ist vielen aufgefallen und auf einmal stehen ihr mehr Möglichkeiten offen, als sie wahrnehmen kann: Zeit, sich zu entscheiden – nicht nur, was die Kunst angeht.

Macht süchtig wie eine Netflix-Serie

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KATRIN BONGARD

PLAYING ONE MORE

Band 3 der PLAYING-Serie

PLAYING ONE MORE

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978-3-946494-25-6
New Adult – All Age – Liebe – Kunst – Musik

*erscheint am 15. November 2019*

Kate und Ansgar haben Lord nach seinem Zusammenbruch ins Krankenhaus gebracht.
Lords hat lange verdrängt, dass er zwischen Leben und Tod steht – und sich entscheiden muss. Will er überhaupt leben? Und hat seine Liebe zu Raben eine Zukunft?
Kate und Ansgar müssen neues Vertrauen zueinander finden. Und haben genug andere Herausforderungen. Ansgar hat sich vorgenommen einen Lebendspender für Lord zu finden und Kate muss sich auf die künstlerische Prüfung an der Kunsthochschule vorbereiten. Als Ansgar Kate vorschlägt, ihn auf einen Roadtrip zu Lords Mutter zu begleiten, kommen sich beide endlich wieder näher. Doch können sie Lord retten?

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