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Mit ESF-Förderung zu einer eigenen digitalen Schrift

Lange lineare Texte wie E-Books stellen besondere Anforderungen an Schrift und Typographie. Dennoch verwenden fast alle Verlage, die (auch) E-Books produzieren, heute herkömmliche Schriften, die für das Lesen langer Texte auf Papier entwickelt worden sind. Das wollten wir Bei Red Bug Books ändern.

Mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds und des Land Brandenburgs konnten wir nun einen Werkstudenten einstellen, der für uns eine eigene Schrift entwickelt, die für E-Reader optimiert ist.

Und wir hatten Glück. Mit Lukas Horn haben wir an der Fachhochschule Potsdam einen Geek gefunden, der schon im Grundstudium seine Leidenschaft für Schrift entdeckt hat. Ihm ist es gelungen, innerhalb der 6-monatigen Beschäftigung bei Red Book Font zu entwickeln. Eine Schrift die leidenschaftlich, sinnlich, bedeutsam, ausgereift wirkt.

 

Für den Red Book Font hat er zunächst mit den Ausgangsschriften Garamond und Courier gearbeitet, mit denen wir unser gedruckten Bücher setzen, bzw unsere Manuskripte verfassen. Es entstanden auch Entwürfe zu einer nach links geneigten back-slanted italics. (Viele hier bei Red Bug Books sind Linkshänder;) Freie kalligraphische Entwürfe machten das Spektrum der Möglichkeiten deutlich.

Durch regelmäßige Feedbackrunden mit dem Verlag und den Typographiedozenten der FhP Luka(s) de Groot und Frank Rausch ist dann eine Schrift entstanden die auch als Mengentext hervorragend lesbar ist und sich gleichzeitig auszeichnet durch:

  • großzügige Versalien
  • feines Bild durch leichten Grauwert
  • merklicher Kontrast in den Buchstaben
  • zarte Details, wie teilweise gekehlte Serifen
  • einen kalligrafischen Strich

Die Arbeit von Lukas Horn hat unsere Erwartungen übertroffenen, der Red Book Font ist in einer Beta-Version ab sofort einsetzbar.

Wir bedanken uns ausdrücklich für die ESF- und Landesförderung, die diese Maßnahme ermöglicht hat.


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